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Rehrücken mit Spargelgemüse


Spargel ist ein ebenso gesundes wie traditionsreiches Gemüse. Die Römer kultivierten die "königliche Pflanze" schon um etwa 230 vor Christus. Der berühmt-berüchtigte Schriftsteller und Staatsmann Marcus Portius Cato verfasste eigens eine ausführliche Anleitung zum Spargelanbau im heimischen Garten. Daraus ist zu entnehmen, dass Spargel vorwiegend von wohlhabenden Römern als exquisite Vorspeise genossen wurde. Vermutlich waren es auch die Römer, die den Spargel in Deutschland einführten. Mitte des 13. Jahrhunderts brachten heimkehrende Kreuzfahrer erstmals Spargelsamen mit nach Europa.

Spargel auf Rezept

Spargel galt lange Zeit als viel zu kostbar, um ihn einfach  zum Kochen zu verwenden. Wer ihn erwerben wollte, musste noch bis ins 19. Jahrhundert dafür in die Apotheke gehen. Schließlich wurde er in Deutschland vornehmlich in den Klostergärten als amtliches Arzneimittel angebaut. Schon die Griechen hatten die harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung des Spargels beschrieben. Heute kann man Spargel zwar nicht mehr in der Apotheke erwerben, doch seine gesundheitsfördernde Wirkung lässt sich auch mit normalen Kochrezepten ausnutzen.

Edel und gesund: Spargelgemüse

Spargel besteht zum Großteil (94%) aus Wasser und hat daher nur knapp 20 Kalorien pro 100 g. Außerdem ist er mit nur 2 Gramm Kohlenhydraten pro 100 Gramm ein vergleichsweise zuckerarmes Gemüse. Die Spitzen des weißen Spargels gelten nicht nur als besonders wohlschmeckend, sie enthalten auch weniger Zucker als der untere Stangenteil. Neben der entschlackenden Asparaginsäure enthält das Edelgmüse auch Mineralien wie Kalium, Phosphor und Kalzium. Darüber hinaus ist der Spargel ein wichtiger Vitaminlieferant. Besonders im Frühjahr gilt die harntreibende Wirkung des Spargels für viele Menschen als erwünscht, da sie zur Entschlackung oder Entgiftung des Körpers dienen soll. Allerdings entzieht der Spargel dem Körper dabei natürlich auch Wasser. Wer also zu Nierensteinen oder Gicht neigt, sollte sich deshalb beim Verzehr von Spargel etwas zurückhalten.

 
Spargelsaison: Frisch auf den Tisch

Traditionell ist der Mai der wichtigste Monat für die deutsche Spargelsaison. In Deutschland werden pro Kopf und Jahr rund 1,3 kg Spargel verzehrt - 60% davon als Frischware.  In unseren Gefilden wird vorwiegend weißer Spargel angebaut und verzehrt. Dessen Gesamtwert  beläuft sich in Deutschland auf jährlich rund 175 Millionen Euro bei einer Erntemenge von etwa 55.000 Tonnen. Der Spargel gilt deshalb als wichtigstes Gemüse in der deutschen Landwirtschaft. Gestochen wird der er in äußerst aufwändiger Handarbeit von Mitte Mai bis zum Johannistag, dem 24. Juni. Der Grund dafür besteht darin, dass die Spargelfelder nach der Ernte eine ausgiebige Ruhepause benötigen um wieder ausreichend Nährstoffe anzusammeln. Nur so treiben die Wurzelstöcke auch im darauf folgenden Jahr wieder aus und bescheren eine ausgiebige Spargelernte. Frischen Spargel erkennt man übrigens daran, dass er quietscht wenn man einzelne Stangen aneinander reibt.

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